Fake News & Hate Speech im Kontext generativer KI 2024

„Partnerschaft für Demokratie“ Weltoffener Saalekreis

gefördert im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ Demokratie fördern. Vielfalt gestalten. Extremismus vorbeugen.

Projektwochen 2024 am Burgstadtgymnasium Querfurt


Im Jahr 2024 waren wir mit unserem Projekt „Fake News & Hate Speech im Kontext generativer KI” gleich zweimal zu Gast am Burgstadtgymnasium in Querfurt.

In der ersten Projektwoche arbeiteten wir mit engagierten Schüler*innen der 5. Klassen zusammen, die sich freiwillig für unseren Workshop entschieden hatten. Mit viel Neugier und Kreativität setzten sie sich mit den Chancen und Risiken künstlicher Intelligenz auseinander.

In der zweiten Projektwoche waren dann alle 9. Klassen an der Reihe. Gemeinsam gingen wir der Frage nach, wie Fake News entstehen, wie Hassrede online funktioniert und welche Rolle KI-Tools dabei spielen können.

Was wir erreicht haben – Unsere Ziele & Ergebnisse

In unserem Projekt „Fake News & Hate Speech im Kontext generativer KI“ wollten wir vor allem eines: junge Menschen stark machen – für einen respektvollen Umgang im Netz und für einen kritischen Blick auf digitale Inhalte.

Dabei haben wir viele wichtige Ziele erreicht:

Die Teilnehmer*innen entwickelten ein Bewusstsein für Diskriminierung und Hate Speech, wie sie täglich in sozialen Netzwerken, Klassenchats oder Kommentarspalten auftauchen. In einem geschützten Raum konnten sie eigene Erfahrungen teilen, Ängste abbauen und Vorurteile hinterfragen.

Besonders wichtig war uns die Förderung von Empathie – vor allem im Hinblick auf Menschen mit unterschiedlichem kulturellen Hintergrund. Durch den interkulturellen Austausch zwischen einheimischen und zugewanderten Jugendlichen entstanden neue Perspektiven und echtes Verständnis füreinander.

Die Jugendlichen lernten, Fake News zu erkennen, zu hinterfragen und einzuordnen. Dabei wurde auch deutlich, wie generative KI gezielt zur Erstellung und Verbreitung solcher Inhalte genutzt werden kann – und welche gesellschaftlichen Folgen das haben kann.

Ein Highlight des Projekts war die kreative Medienarbeit: Die Teilnehmenden produzierten eigene Comics, Interviews, Erklärvideos und ganze 22 Kurzfilme – professionell begleitet und mit viel Engagement umgesetzt. Diese Ergebnisse wurden im Anschluss über die Offenen Kanäle Sachsen-Anhalts, YouTube, die Social-Media-Kanäle von Das Nest e.V. und WTV veröffentlicht. Als Erinnerung und zur Weiterverwendung erhielten alle Teilnehmenden außerdem eine eigene DVD mit ihren Produktionen.

So wurde Medienkompetenz nicht nur theoretisch vermittelt – sondern aktiv gelebt.

Unser Workshop startete mit einem theoretischen Teil, in dem sich die Teilnehmer*innen intensiv mit den Themen Hate Speech, Fake News und dem Einfluss generativer KI auseinandersetzten.

Gemeinsam gingen wir spannenden und wichtigen Fragen auf den Grund:

  • Was genau ist Hate Speech – und wo endet die Meinungsfreiheit?
  • Wie erkennt man Fake News, und welche Rolle spielt KI bei deren Verbreitung?
  • Wie wirken soziale Netzwerke auf unsere Meinungsbildung – und wie gehen sie mit Hassrede um?
  • Welche historischen und aktuellen Folgen hat rassistische Hetze in unserer Gesellschaft?

Die Jugendlichen reflektierten dabei auch ihre eigenen Erfahrungen mit Hate Speech – sowohl aus der Sicht von Betroffenen als auch aus der Rolle potenzieller Mitwirkender. Daraus entwickelten sie konkrete Strategien, um sich aktiv gegen digitale Hetze zu positionieren und solidarisch mit Betroffenen zu zeigen.

Link: https://www.youtube.com/watch?v=te3Yl2ksQUU&list=PLDJOk8VtNun84xm6CTqgZE5fbKNYueGbQ

Medienkompetenz ganz praktisch

Im praktischen Teil lernten die Teilnehmer*innen, wie man Fake News erkennt, Medien kritisch hinterfragt und wie generative KI Inhalte manipulieren kann. Sie entwickelten sichere Handlungsstrategien für den Umgang mit Falschinformationen im Netz.

Unter professioneller, pädagogischer Anleitung wurde das Erlernte kreativ umgesetzt – Schritt für Schritt:

🧠 Recherche & Konzeption

Die Jugendlichen entwickelten eigene Ideen, Storyboards und Drehbücher rund um die Themen Hate Speech und Fake News.

🎬 Medienproduktion

Mit Tablets, Bastelmaterialien und Stop-Motion-Apps entstanden Erklärvideos, Interviews und animierte Kurzfilme.

🎥 Technik & Dreh

Sie lernten den Umgang mit Kamera, Licht und Ton – und konnten ihr Wissen direkt beim Filmdreh anwenden.

✂️ Postproduktion

Anschließend wurden die Filme mit Schnittsoftware bearbeitet, vertont und finalisiert.

🎉 Präsentation & Reflexion

Am letzten Projekttag hieß es: Film ab! Die Ergebnisse wurden präsentiert und in der Gruppe gemeinsam reflektiert.

Während der Projektwochen entstanden viele eindrucksvolle Momente – konzentriertes Arbeiten, kreative Pausen, technische Herausforderungen und große Freude über die eigenen Filme. Unsere Bildergalerie zeigt, wie engagiert und ideenreich die Jugendlichen sich mit den Themen auseinandergesetzt haben.

Herzlichen Dank!

Ein großes Dankeschön geht an das Burgstadtgymnasium Querfurt für die tolle Zusammenarbeit, die offene Atmosphäre und die großartige Unterstützung bei der Umsetzung unseres Projekts.

Vor allem möchten wir uns bei den Schülerinnen und Schülern bedanken: Ihr wart neugierig, kreativ, engagiert und offen für neue Perspektiven. Eure Filme, Ideen und Beiträge haben dieses Projekt lebendig gemacht – und ein starkes Zeichen gegen Hass, Ausgrenzung und Falschinformationen im Netz gesetzt.

Wir sind beeindruckt von eurem Einsatz und stolz auf das, was ihr in so kurzer Zeit auf die Beine gestellt habt!